Fake-Nummern erkennen und verifizieren

Eine Nummer wird in zwei Ebenen verifiziert. Zuerst prüfen Sie, ob die Nummer existiert und in einem Netz aktiv ist — das erledigt ein HLR-Lookup, in Millisekunden und ohne dass der Inhaber etwas bemerkt. Danach prüfen Sie, ob die Person die Nummer auch wirklich in der Hand hat — das geht nur, indem Sie einen Code dorthin senden und eingeben lassen. Die erste Ebene filtert Tippfehler und erfundene Ziffernfolgen heraus; die zweite hält Wegwerfnummern und Betrüger auf.

Unten sehen Sie, welche Arten von "Fake"-Nummern in der Praxis eingehen, was ein HLR-Lookup beweist und was nicht, und wie Sie beide Ebenen kombinieren, ohne Ihr Registrierungsformular unbrauchbar zu machen.

Welche Arten von Fake-Nummern Ihnen begegnen

"Fake" ist ein Sammelbegriff für fünf sehr unterschiedliche Fälle. Jeder verlangt ein anderes Vorgehen, und nur die ersten beiden fangen Sie mit einer gewöhnlichen Prüfung ab.

Art Was los ist Wie Sie es feststellen
Nicht existierende Nummer Eine erfundene Ziffernfolge oder eine Nummer aus einem Bereich, der nie vergeben wurde. Der HLR-Lookup zeigt sofort, dass die Nummer nicht existiert.
Tippfehler Eine Ziffer zu viel oder zu wenig, oder eine falsche Landesvorwahl. Meist keine böse Absicht. Die Formatprüfung (E.164) fängt die meisten ab; HLR bestätigt den Rest.
Inaktiv oder abgeschaltet Die Nummer existierte, aber die SIM-Karte ist nicht mehr in Gebrauch oder wurde portiert. HLR zeigt den aktuellen Status und den Betreiber, zu dem die Nummer jetzt gehört.
Wegwerf- oder geteilte Nummer Eine öffentliche Nummer einer kostenlosen Empfangsseite, geteilt von Tausenden Menschen. Existiert und ist aktiv — HLR sieht nichts Verdächtiges. Nur ein gesendeter Code und Verhaltenssignale verraten es.
VoIP- oder virtuelle Nummer Eine gültige Nummer ohne SIM-Karte. Oft völlig legitim — Unternehmen nutzen sie reichlich. Der Nummerntyp lässt sich manchmal aus dem Bereich ableiten, aber behandeln Sie das nicht automatisch als Betrug.

Was ein HLR-Lookup beweist und was nicht

Ein HLR-Lookup fragt das Register des Betreibers ab, zu dem die Nummer gehört. Das liefert harte, aktuelle Fakten — aber es ist keine Identitätsprüfung, und diese Verwechslung kostet Unternehmen Geld.

Was Sie damit wissen

Ob die Nummer existiert und aktuell aktiv ist
Zu welchem Betreiber die Nummer heute gehört, auch nach Portierung
In welchem Land die Nummer beheimatet ist (MCC/MNC)
Ob es sich lohnt, Credits dafür auszugeben

Was Sie damit nicht wissen

Wem die Nummer gehört — ein HLR-Lookup liefert keinen Namen
Ob die Person, die sie eingegeben hat, das Gerät in der Hand hat
Ob die Nummer auf einer öffentlichen Empfangsseite geteilt wird
Ob jemand die Nummer morgen noch nutzt

Deshalb ist die Reihenfolge wichtig: nutzen Sie HLR, um unbrauchbare Nummern herauszufiltern, bevor Sie senden, und nutzen Sie einen Verifizierungscode, um zu beweisen, dass jemand das Gerät wirklich hat. Die beiden ersetzen einander nicht.

So gehen Sie in Ihrem Registrierungsformular vor

1

Format erzwingen

Fragen Sie die Nummer im internationalen Format ab und validieren Sie sie direkt im Formular. Das ist kostenlos und entfernt bereits die meisten Tippfehler.

2

HLR vor dem Versand

Prüfen Sie mit einem HLR-Lookup, ob die Nummer existiert und aktiv ist. So verschwenden Sie keine Credits an Nummern, die nie etwas empfangen werden.

3

Code bestätigen lassen

Senden Sie einen Einmalcode und lassen Sie ihn eingeben. Erst wenn das gelingt, wissen Sie, dass hinter der Nummer jemand steht, der das Gerät in der Hand hat.

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Wegwerfnummern bei der Registrierung

Der schwierigste Fall ist die Wegwerfnummer: eine öffentliche Nummer einer kostenlosen Empfangsseite. Sie existiert, sie ist aktiv, sie empfängt Ihren Code ordnungsgemäß — und trotzdem nützt sie Ihnen nichts, denn der Posteingang ist öffentlich und die Nummer wird morgen von jemand anderem genutzt, um dasselbe Konto zu übernehmen.

Technik allein löst das nicht. Was funktioniert: dieselben Codes nicht endlos wiederverwenden, ein Limit pro Nummer setzen und bei sensiblen Konten neben SMS einen zweiten Faktor anbieten. Wer genau wissen will, wie diese öffentlichen Nummern funktionieren, liest es auf unserer Seite über den kostenlosen SMS-Empfang.

Nummern prüfen mit einem HLR-Lookup

Häufig gestellte Fragen zu Fake-Nummern

In zwei Schritten. Ein HLR-Lookup sagt Ihnen, ob die Nummer existiert und in diesem Moment in einem Netz aktiv ist. Ein an diese Nummer gesendeter Einmalcode (OTP) sagt Ihnen, ob die Person das Gerät auch wirklich in der Hand hat. Der erste Schritt filtert Tippfehler und erfundene Nummernfolgen heraus, der zweite hält Betrüger auf — der eine ersetzt den anderen nicht.
Eine Abfrage des Home Location Register: des Registers des Betreibers, zu dem eine Nummer gehört. Sie erfahren, ob die Nummer existiert, ob sie aktiv ist, zu welchem Betreiber sie heute gehört (auch nach einer Portierung) und aus welchem Land sie stammt. Das dauert wenige Millisekunden, und der Inhaber der Nummer bemerkt nichts davon.
Nicht mit einem HLR-Lookup allein. Eine öffentliche Wegwerfnummer existiert und ist aktiv: Technisch sieht sie einwandfrei aus. Sie erkennen sie an Verhaltenssignalen: dieselbe Nummer, die bei mehreren Konten auftaucht, Registrierungen in kurzen Serien oder Nummern aus Bereichen, die Sie bei echten Kunden nie sehen.
Nein, und sie so zu behandeln kostet Sie echte Kunden. Viele Unternehmen verwenden virtuelle oder VoIP-Nummern als offizielle Firmennummer. Lehnen Sie sie nicht pauschal ab; nutzen Sie das höchstens als ein Signal neben anderen.
Nein. Ein HLR-Lookup liefert nie einen Namen — nur den technischen Status der Nummer. Wer behauptet, über eine Nummer die Identität des Inhabers festzustellen, verkauft Ihnen etwas anderes als einen HLR-Lookup.
Ja. Laden Sie Ihre Excel- oder CSV-Liste hoch, und wir führen für jede Nummer einen HLR-Lookup durch; das Ergebnis erhalten Sie per E-Mail, mit Status und Betreiber pro Nummer. Für eine Prüfung während des Ausfüllens eines Formulars nutzen Sie die Nummernvalidierungs-API.
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